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Kunst auf Klamotte: Frank Bürmann

Hemd mit Kunst von Frank Bürmann

Kunst auf Klamotte wird dem Kunstwerk von Frank Bürmann auf meinem Herrenhemd eigentlich nicht gerecht. Es ist viel mehr als eine Klamotte.

Hemd mit Kunst von Frank Bürmann

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Wie du weißt bin ich ein großer Fan von großen plakativen Motiven auf meiner Kleidung. Besonders Oberteile dürfen bei mir gern auffällig sein. Hier schöpfe ich oft aus dem Vollen. Große Blumenmuster ebenso wie leuchtende Pailetten und Strass zieren vor allem meine T-Shirts, Hoodies und Pullover.

Wenn ich online oder in einem Geschäft in der Stadt einem solchen Kleidungsstück begegne kann ich mich oft kaum zurückhalten. Ich muss wirklich aufpassen, dass mein Kleiderschrank nicht zu voll wird. Von Minimalismus kann also keine Rede sein.

Kunst auf Kleidung finde ich besonders schön. Es gibt einige Künstler, die solche Kleidungsstücke anbieten – wie z. B. Banksy. Wobei es bei Banksy eher um Merchandising geht. Als ich mit Ines und Nicole in Hamburg die Banksy-Ausstellung besuchte konnte man im „Foyer“ bedruckte T-Shirts, Taschen, Hoodies usw. mit den Kunstwerken kaufen. Hätte mir damals die Qualität der Kleidung zugesagt hätte ich vielleicht etwas gekauft. Das fühlte sich tatsächlich nach Kunst auf Klamotte an.

Wenn man das professionell macht sieht die Sache schon anders aus. Wie in dem Fall von Frank Bürmann.

Wer ist Frank Bürmann

Hemd mit Kunst von Frank Bürmann

Frank Bürmann war ursprünglich Polizist in Niedersachsen. Er reiste viel durch Europa und lernte 1985 den griechischen Maler Giannis Tsarouchis kennen. Frank Bürmann arbeitete einige Jahre in dessen Ateilier und begegnete dort auch Künstlern wie David Hockney.

Als im Jahr 1989 ein Knochentumor bei Bürmann festgestellt wurde musste er zahlreiche Operationen und Krankenhausaufenthalte über sich ergehen lassen. Vier Jahre saß er sogar im Rollstuhl. In dieser Zeit entstanden seine Stuhlskulpturen.

Frank Bürmann ist vor allem bekannt durch seine Zeichnung Weltraumtraumraum – eine Sumi-Tusche auf Papier – im Rahmen der Mir-Mission.

2001 zog Bürmann nach Hamburg, wo er ein Jahr zuvor ein Atelier eröffnete

Seit 2006 gestaltet er im Rahmen von „The Art of Hamburg“ Alltagsgegenstände wie Taschen, Kleidung und ähnliches mit seinen Kunstwerken.

So viel zur Vorgeschichte.

Wie kommt die Kunst auf die Klamotte?

Es gibt bei Frank Bürmann keinen Computer-, Sieb- oder Offsetdruck. Die „Bilder zum Anziehen“ entstehen oft mit außergewöhnlichen Utensilien. So wird ein Wischmop zum Pinsel oder ein Handfeger für Farbstrukturen verwendet. Die vielen Stempel sind alle handgefertigt.

Selbst Ringel auf T-Shirts werden aufgedruckt.

Wie ich zu meinem Hemd von Frank Bürmann kam

Hemd mit Kunst von Frank Bürmann

Als ich mit meiner Schwester im August den Loki Schmidt Garten in Hamburg besuchte ahnte ich noch nichts von meinem späteren Fund. Ich war wahrlich nicht auf der Suche nach Klamotten oder anderen Dingen.

Wir machten uns nach dem Besuch des Botanischen Gartens auf den Weg zu den Landungsbrücken und landeten im Portugiesenviertel zum Essen. Auf dem Rückweg kamen wir an einem kleinen Laden vorbei. Dort entdeckte ich im Schaufenster unter anderem ein Sweatshirt mit einer großen Möwe auf der Brust und vielen weißen Klecksen. Das sollte wohl einen riesigen Möwenschiss darstellen.

Ich wollte zuerst daran vorbeigehen, aber ich MUSSTE da rein. Von den vielen schönen Sachen war ich sofort hin und weg. Ich erfuhr, dass das Atelier gleich nebenan ist. So nah an der Kunst ist man eher selten.

Den Sweater mit dem Möwenschiss nahm ich für meinen Mann mit. Und dann fand ich dieses Hemd. Von vorn sieht es ganz schlicht aus. Doch wenn man es umdreht sieht man eine Dose Hamburger Labskaus. Ein Gemälde von Frank Bürmann.

Die Tatsache, dass es sich hier um ein Herrenhemd handelt, störte mich herzlich wenig. Ich habe schon immer gern die Ärmel hochgekrempelt. Mir gefällt besonders, dass es einen Reißverschluss hat und keine Knöpfe wie ein Jeanshemd. Dass ich gern Labskaus esse ist auch kein Geheimnis.

Das Hemd musste ebenfalls mit. Die Qualität ist übrigens hervorragend. Der Verkäufer war außerdem sowas von gut drauf. Da muss ich unbedingt nochmal hin.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zuvor noch nie etwas von Frank Bürmann gehört (und gesehen) habe. Ist dir der Künstler bekannt?

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26 Kommentare
  1. Ines sagte:

    Den Künstler kannte ich namentlich nicht, den Laden ja. Da stand ich auch schon mal drin und mir gefiel einiges – habe aber nichts gekauft .

    Das Hemd ist toll für dich! Lässt sich ganzjährig gut tragen. Im Winter mit einem Rolli darunter, im Sommer als Jacke und im Frühling/Herbst mit einem Shirt. Genau dein Style!

  2. Britta Langhoff sagte:

    Moin Bine,
    Leider noch nie was von dem Künstler gehört. Toll, dass Du ihn uns vorstellst. Das Hemd steht Dir gut, schöne Passform im übrigen. Und das Kunstwerk find ich klasse, toll gemacht und eine gute Idee. Wenn ich mal wieder nach HH komme, schaue ich da bestimmt auch vorbei.
    Liebe Sonntagsgrüße
    Britta

  3. Nicole sagte:

    Den Künstler kenne ich nicht, Labskaus, wenn es richtig gemacht ist, liebe ich.
    Darum ja, das Hemd ist toll, steht dir und ich finde es Wurscht, dass es ein Herrenhemd ist. Passt doch. Und Krempeln mag und mache ich auch gern.
    Schönen Sonntag, mach es dir gemütlich
    Liebe Grüße
    Nicole

  4. Claudia sagte:

    Ich habe gerade auf Instagram geschrieben, wie cool ich diesses Hemd finde. Es war auch toll, etwas über die Geschichte dieses Künstlers zu erfahren, die ich vorher noch nicht kannte – vielen Dank für die Vorstellung, liebe Sabine! Sehr interessant und seine Werke verdienen meine ganze Bewunderung! Tolle Sachen!
    Liebe Grüße,
    Claudia

  5. Saskia Katharina sagte:

    Liebe Sabine,

    vielen Dank für deinen spannenden Beitrag! Ich kann absolut nachvollziehen, warum dich das Hemd so begeistert – die Kombination aus Kunst und Kleidung macht es wirklich zu etwas Besonderem. Von Frank Bürmann hatte ich vorher auch noch nicht gehört, aber seine Herangehensweise, Kunst mit ungewöhnlichen Materialien direkt auf Textilien zu bringen, klingt faszinierend. Besonders die Idee mit dem Möwenschiss und dem Hamburger Labskaus ist richtig originell und witzig zugleich.

    Danke fürs Vorstellen – solche Entdeckungen machen den Modealltag gleich viel aufregender. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit deinem Hemd und beim Stöbern in diesem Atelier!

    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

    • Sabine Gimm sagte:

      Vielen Dank liebe Saskia Katharina. Ich finde schön, das es auch limitierte Auflagen gibt. Das Hemd z. B. habe ich online noch nicht entdeckt.

  6. Kaiser Heidi sagte:

    Das ist wieder sehr interessant zu lesen, und das Hemd sieht klasse aus. Danke auch für die Informationen zu dem Künstler. Ich habe auch noch nie etwas von ihm gelesen oder gehört. Auf jeden Fall ein klasse Fund.
    Liebe Grüße von Heidi

  7. Lovet. sagte:

    Danke für die Vorstellung des Künstlers, kannte ihn nicht. Bin allerdings beeindruckt von deinem Hemd, das ist sowas von toll, es passt zu dir und steht dir hervorragend. Eines meiner liebsten Outfits an dir!

    Liebe Grüße

  8. Tiger sagte:

    Dir steht das prima👌🏻, ich hatte früher auch ähnliches, aber inzwischen ist mir das zuuu „groß gemustert“ , macht mich _noch_ kräftiger. Deshalb lasse ich das gerne für die, denen es besser steht.
    😍

    Liebgruß
    Tiger
    🐯

  9. Tina von Tinaspinkfriday sagte:

    Liebe Sabine, das ist eine tolle Geschichte und das Hemd sehr besonders. Gefällt mir und es steht Dir so gut. Ich bin bei Ines, das kannst Du so vielfältig tragen, mit Reißverschluss auch besonders.
    Den Künstler kannte ich nicht, aber der Laden hätte mich wohl auch angezogen.
    Dürfen wir den Mövenschiss auch mal sehen? 😁
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

  10. Sunny sagte:

    Toll, dass Du den Ausflug mit Deiner Schwester – ich kann mich noch gut an den Beitrag erinnern – so schön abrunden konntest. Und für Deinen Mann gab es auch noch ein besonderes Teil. Ich kenne ihn ja nicht, aber ich glaube fest, dass Du ein perfektes Stück für ihn gefunden hast.
    Die Hemdjacke wiederum ist mit dem plakativen Print und dem cleanen Schnitt ein ideales und besonderes Teil für Dich. Sehr schön.
    BG Sunny

  11. Queen All sagte:

    Wir sind ja sowas von unterschiedlich unterwegs. Mit jeglichen Aufdrucken aller Art kann man mich jagen. Nicht mal ein kleines Firmenlogo darf meine Kleidung zieren. Das heißt allerdings nicht, dass ich mir ausgefallene und schöne Sachen nicht gerne bei anderen anschaue. Besonders schön finde ich, dass das Hemd so besonders ist – nicht von der Stange und wirklich noch vom Künstler selbst gestaltet. Wir rennen ja irgendwie alle in ähnlichen Trends herum. Du nicht!
    Liebe Grüße!

  12. Sieglinde sagte:

    Den Künstler kannte ich nicht bisher, aber seine Vita ist ja durchaus spannend und seine Kunst auch.
    Das Hemd an Dir ist klasse. Steht Dir so gut und Du hast genau die richtige Haltung dafür. Herr Bürmann wäre begeistert!
    Herzlich,
    Sieglinde

  13. Maren von farbwunder sagte:

    Am Allerbesten finde ich ja CAMPBELL’S Labskaus… hihi. Ob die neben Soup und Baked Beans wohl tatsächlich Labskaus in Dosen verkaufen?
    Das Hemd ist wirklich toll und wie für dich gemacht, sportlich, lässig, aber dann, beim Umdrehen sieht man diesen ungewöhnlichen Druck. Finde es auch gut, dass es wegen „Labskaus“ so eine nordische Aussage kriegt.
    Interessant fad ich auch die Geschichte des Künstlers. Danke dafür!
    Liebe Grüße, Maren

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