Sabine-Gimm-E-Bike-fahren

Die Geschwindigkeit von E-Bike Fahrern wird oft unterschätzt

[enthält unbezahlte Werbung]

Immer mehr E-Bike Fahrer machen sich auf den Straßen breit. Dabei wird die Geschwindigkeit der Fahrer oft unterschätzt.

Als die ersten E-Bikes populär wurden bekam ich oft einen Schreck, wenn plötzlich ein “Opa” an mir vorbeisauste. Bergauf wohlgemerkt. Erst später bemerkte ich, dass der ältere Herr nicht mit einem normalen Fahrrad fuhr, sondern ein Rad mit Motor.

Anfangs dachte ich noch, E-Bike fahren sei nichts für mich. Das ist eher etwas für alte Leute. Ein bisschen strampeln muss schließlich sein. Ich wurde aber schnell eines Besseren belehrt. Die E-Bikes der neueren Generation sind schon klasse. Die Motoren sind nicht mehr so klobig. Der Akku unter dem Gepäckträger fällt kaum auf. Außerdem muss man trotz des Motors noch in die Pedalen treten.

Dabei bekommt man tatsächlich ordentlich Speed drauf. Normalerweise unterstützt der Motor bis zu 25 km/h. Bergab ohne Motor werden tatsächlich schon mal 30 km/h erreicht. Diese Geschwindigkeit wird von vielen Autofahrern nicht wahrgenommen.

Defensiv E-Bike fahren

Ich habe es schon oft erlebt, dass ich an einer Ausfahrt oder an einem Übergang stark abbremsen musste, weil man dachte, die ist ja noch weit weg. Auch Fußgänger und “normale” Radfahrer unterschätzen die Geschwindigkeit eines E-Bikes. Man hört den Motor ja nicht.

Bevor es zum Crash kommt fahre ich lieber defensiv und bremse ab. Ich verzichte notfalls auf meine Vorfahrt. Das gilt natürlich nicht nur für das Fahren mit dem E-Bike. Als Radfahrer hast Du leider keine so große Knautschzone wie in einem Auto.

Wie schnell man stürzen kann konnte ich bereits am eigenen Leib erfahren. Gut, dass in beiden Fällen keine Fahrzeuge im Spiel waren. Ich war jeweils im Winter auf glatter Fahrbahn ausgerutscht und gestürzt. Die Blessuren waren nicht ohne, obwohl ich langsam fuhr.

Seitdem fahre ich nicht mehr ohne Helm.

Der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec

Eigentlich fahre ich ja kein E-Bike, sondern ein Pedelec. Es hat sich allerdings der Begriff E-Bike durchgesetzt. Was ist denn der Unterschied?

Pedelec steht für Pedal Electric Cycle. Der Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec besteht darin, dass man beim Pedelec in die Pedalen treten muss. Dabei unterstützt der Motor. Das Rad kann ohne Motor gefahren werden. Ein E-Bike fährt auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Dieses System ist ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig – wie ein Mofa.

Mein Pedelec ist von der Kieler Manufaktur mit einem Bosch-Motor in der Mitte und Akku am Gepäckträger. Es macht wenig Sinn, hier am falschen Ende zu sparen und ein E-Bike vom Discounter zu kaufen. Lieber im Vorwege ein wenig ansparen und in ein vernünftiges Rad investieren.

Die Bilder sind im Oktober 2018 entstanden, als das E-Bike noch ganz neu war. Mittlerweile fahre ich seit über einem Jahr damit und bin immer noch sehr zufrieden.

Gute Tipps zum Kauf eines E-Bikes bzw. eines Pedelecs findest Du übrigens in einem Bericht des NDR.

Radfahren ist gesund. Bewegung tut gut. Ob mit oder ohne Motor spielt dabei keine Rolle. Hauptsache in die Pedalen treten. Mittlerweile sind nicht nur ältere Menschen mit E-Bike unterwegs. Man sieht zunehmend junge Leute, die sehr sportliche Räder mit Motor fahren. Sogar Mointainbikes.

Es dauert hoffentlich nicht mehr lange, dann geht die Farradsaison wieder los.

16 Kommentare
  1. Nova sagte:

    Das lässt sich denken. Kann ich mir sehr gut vorstellen das die Geschwindigkeit unterschätzt wird. Das ist ja auch schon allein bei Motorrädern so. Früher einige Mal eine Situation erlebt wo Autofahrer erschrocken sind. Radfahren ist gesund ja, ich habe meines allerdings damals in D gelassen. War kein Rennrad oder Mountainbike und das wollte ich mir dann hier nicht antun. So ein Pedelec könnte für hier auch das Richtige sein.

    Was unterschätzen angeht finde ich es auch ganz schlimm mit den E-Autos. Erst letzt bin ich erschrocken als neben mir ein Auto aus der Parklücke raus ist, nix-nada haste gehört. Denke mal das wird es, so wie mit den Rollern und Co bestimmt auch noch mehr Unfälle geben…wenn der Fahrer (in) nicht defensiv fährt, so wie du.

    Hab einen schönen Tag und ganz liebe Grüssle rübergesschickt

    N☼va

    Antworten
    • Sabine Gimm sagte:

      Ein Pedelec könnte ich mir gut für Dich vorstellen. Es ist ja doch ziemlich hügelig auf der Insel. Die E-Fahrzeuge sollten allgemein nicht unteschätzt werden. Die E-Roller hört man fast gar nicht. Es müssten zumindest Geräusche nachgestellt und künstlich erzeugt werden.

      Antworten
  2. Tina von Tinaspinkfriday sagte:

    Oh ja es passiert auch viel mit E-Bikes. Viele unterschätzen die Geschwindigkeit im Verkehr. Ist ja nur ein Fahrrad.!?? Ich fahre nicht mehr gern Rad…. laufe zur Arbeit weil mir die Bewegung fehlt. Göga hätte gern ein E-Bike weil er gern mit Rad unterwegs ist, auch mal weiter weg fährt.
    Pass schön auf Dich auf Sabine, liebe Grüße Tina

    Antworten
  3. Grit sagte:

    Bei Deiner Erzählung mit Deiner Begebenheit musste ich erstmal lachen. Vor einigen Jahren, wo das E-Bike/Pedelec noch relativ neu auf dem Markt war, hatten wir eine ähnliche Situation. Wir haben alle 3 ganz normale Fahrräder und machten im Frühling eine schöne Fahrradtour. Da es bei uns hügelig ist, hatten wir an ganz bestimmten Stellen mächtig in die Pedale zu treten. Auf einmal kam eine “Rentergruppe” an uns vorbei geradelt nicht schnaufend, sehr leicht und locker, :)und ich sagte noch zu meinem Mann, wau, was für eine super Kondition, der lachte mich an und sagte die haben ein E-Bike. :)
    Danke auch nochmal für die Erklärung des Unterschiedes E-Bike-Pedelec.
    Ich wünsche Dir weiterhin gute Fahrt, vorallem unfallfrei.
    Herzliche Grüße, Grit.

    Antworten
  4. Heidi-Trollspecht sagte:

    ja, das kann ich mir auch gut vorstellen, dass die Geschwindigkeit unterschätzt wird. Eigentlich gilt das ja für jedes Fahrzeug … aber bei einem E-Bike macht man sich vielleicht noch weniger Gedanken über die Gefahren.
    Und das mit dem Helm kann man auch nicht oft genug erwähnen. Mir fällt auf, dass beim Fahrradfahren kaum jemand einen Helm benutzt. Auch Eltern mit ihren Kindern fahren oft ohne.
    Gut dass du das Thema aufgreifst :-)

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

    Antworten
  5. Sunny sagte:

    Die 35 km einfach ins Büro, durch den Wald und durch die Stadt, sind einfach nicht meins. Ich radel mal gern. Aber dann wirklich um mich a) anzustrengen oder b) ohne großes Gepäck eine 10min Strecke zurückzulegen. Sonst fahre ich mit dem Zug oder mit dem Auto. Ein EAuto ist für mich aktuell keine Option.
    BG Sunny

    Antworten
  6. Bluhnah sagte:

    Danke für die Erklärung, ich wusste nicht, dass ein E-Bike auch ohne Treten des Pedals fährt.
    Mir würde ein E-Skooter gefallen :-) Bin schon als Kind gern mit Roller gefahren als man noch treten musste :-)

    Antworten

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.